Mit Cannabis gegen die Reizblase?

Kiffen gegen zu oft pinkeln? Nah, so einfach ist es leider nicht. Und dieser Post soll auf keinen Fall ein Aufruf zum Drogenkonsum sein. Trotzdem finde ich es ganz interessant und erwähnenswert, dass in verschiedenen Studien herausgefunden wurde, dass sich Cannabis positiv auf Blasenfunktionsstörungen, insbesondere die Reizblase auswirken kann.

Klar, die Gute muss ja auch mal den Fuß vom Gas nehmen und sich etwas entspannen. Dass sie das mit Cannabis anscheinend ganz gut kann, fanden Mediziner der Münchner TU eher durch Zufall heraus. Und zwar als sie eine Studie mit Multiple-Sklerosen-Patienten durchführten und diese mit künstlichen Cannabis-Präparaten behandelten. Dazu muss man wissen, dass Multiple Sklerose Patienten meistens auch unter einer Reizblase und Inkontinenz leiden. Während dieser Cannabis-Behandlung stellten die Patienten fest, dass sie seltener und nicht mehr so dringend auf die Toilette mussten. Auch bei einem anschließenden Tierversuch mit Ratten wurde festgestellt, dass die Miktionsfrequenz abnahm, sich das Blasenvolumen aber erhöhte. Trotz dieser tollen Studienergebnisse ist Cannabis bei uns in Deutschland noch immer nicht legalisiert und wird euch deswegen auch nicht von eurem Urologen oder eurer Urologin verschrieben.

Was ihr aber selber probieren könnt, sind sogenannte CBD-Produkte. Dieses nicht psychoaktive Cannabinoid wird aus der weiblichen Hanfpflanze gewonnen und macht euch demnach nicht high. Was es aber kann, ist euch zu beruhigen. Das ist natürlich hilfreich, wenn ihr unter nervöser Unruhe, Schlafstörungen oder eben einer gestressten Blase leidet. Ich selber experimentiere schon länger mit CBD-Ölen. Die kriegt ihr in verschiedenen Dosierungen und tropft sie euch unter die Zunge. Schmeckt etwas bitter, aber das kriegt man schon hin. Ihr könnt CBD aber auch als Tee, Schokolade oder ganz klassisch als Kraut zum Rauchen erwerben.

Meine Reizblase ist durch das Cannabidiol nicht verschwunden, ich habe aber das Gefühl, das sie etwas sanfter und ruhiger geworden ist. Kann aber natürlich auch nur Einbildung oder eben der Placebo-Effekt sein. Who know’s?

Ich möchte CBD nicht ausdrücklich empfehlen, weil es eben bei jedem anders wirkt und noch dazu nicht wirklich billig ist. Ich will euch aber auf dem Laufenden halten, was meine Blase und ich testen, was hilft und was nicht.

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